Ein Wohnmodell für Gemeinschaft, Komfort und individuelles Wohlbefinden
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Das Wohnprojekt von Metaform in Luxemburg-Stadt versteht gemeinschaftliches Wohnen als Modell für soziale Verbundenheit, Komfort und individuelles Wohlbefinden. Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten werden Wohnungen häufig aus Platzmangel gewählt. Das Projekt zeigt jedoch, dass sich Privatsphäre, Wohnqualität und Gemeinschaft miteinander verbinden lassen.
Der Entwurf setzt sich gezielt mit den typischen Herausforderungen des gemeinschaftlichen Wohnens auseinander, darunter begrenzter Tageslichteinfall, fehlende Privatsphäre und eingeschränkte Wohnflächen. Jede Wohnung ist so ausgerichtet, dass sie von optimalem Tageslicht, weiten Ausblicken und natürlicher Querlüftung profitiert. Private Kellerräume und Terrassen schaffen zusätzliche Rückzugsorte für die Bewohner. Die Maisonettewohnungen interpretieren den klassischen Grundriss neu, indem sich die Wohnbereiche oberhalb der Schlafräume befinden. So werden alle Aufenthaltsräume durchgehend mit Tageslicht versorgt und der Wohnkomfort erhöht.
Gemeinschaft wird durch sorgfältig gestaltete gemeinschaftlich genutzte Bereiche gefördert. Im Untergeschoss befindet sich ein gemeinsamer Bereich mit Küche, Freizeitangeboten und Spielräumen, der über Lichtschächte mit Tageslicht versorgt wird. Im Außenbereich steht den Bewohnern ein gemeinschaftlicher Garten zur Verfügung, der Begegnungen ermöglicht und gleichzeitig ruhige Rückzugsorte bietet. Die vertikale Organisation des Gebäudes mit separaten Erschließungskernen für die einzelnen Geschosse reduziert die Anzahl der Wohnungen pro Treppenhaus oder Aufzug. Dadurch entsteht ein nachbarschaftliches Miteinander, ohne die Privatsphäre der Bewohner einzuschränken.
Indem das Projekt typische Herausforderungen des gemeinschaftlichen Wohnens in Potenziale verwandelt, entwickelt es ein Wohnmodell, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Es stärkt Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Identifikation, ohne dabei auf Komfort, Eigenständigkeit und räumliche Qualität zu verzichten. So entsteht ein Wohnort, an dem sich individuelles Wohnen und gemeinschaftliches Leben selbstverständlich miteinander verbinden.
Fotos © Steve Troes