Das Zusammenspiel von Architektur und Umgebung
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Beim Entwurf des Wohnprojekts in Luxemburg-Stadt verfolgte Metaform einen experimentellen Ansatz, um das Gebäude harmonisch in seinen städtebaulichen Kontext einzufügen und gleichzeitig den Herausforderungen des verdichteten Wohnens gerecht zu werden. Das steile, gebogene Grundstück mit einem Höhenunterschied von zehn Metern zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt bot die Möglichkeit, innovative räumliche Lösungen zu entwickeln.
Ausgangspunkt war ein theoretisches Bauvolumen, das die nach den kommunalen Vorgaben maximal zulässige Gebäudehöhe entlang des Straßenverlaufs ausschöpfte. Dieses Volumen wurde anschließend in sechs eigenständige Baukörper gegliedert, die an die Topografie und den Maßstab der umgebenden Bebauung angepasst sind. Durch die vertikale Gliederung und das Verschieben der Baukörper entstehen bessere Tageslichtverhältnisse und gezielte Blickbeziehungen zur Landschaft, ohne die Privatsphäre der Bewohner zu beeinträchtigen.
Die geschwungene Gebäudeform und die gestaffelte Anordnung folgen dem Straßenverlauf und nehmen die Fluchten der benachbarten Gebäude auf. Durch die Orientierung und die Proportionen der angrenzenden Bebauung entsteht ein fließender Übergang zwischen kleineren Wohnhäusern und größeren Mehrfamilienhäusern. Jede Wohneinheit verfügt über weite Ausblicke, viel Tageslicht und einen Blick in den ruhigen, artenreichen Garten innerhalb des Natura-2000-Gebiets.
Dieser experimentelle Ansatz setzt sich auch in der Organisation der inneren Erschließung fort. Vertikale Erschließungskerne verbinden die Tiefgarage mit den verschiedenen Geschossen und reduzieren die Anzahl der Wohnungen je Erschließungskern. Dadurch werden durchgesteckte Wohnungsgrundrisse ermöglicht. Diese Lösungen verbessern die Belichtung, die Ausblicke und die Privatsphäre und fördern gleichzeitig den Austausch in den gemeinschaftlich genutzten Innen- und Außenbereichen.
Durch die sorgfältige Anpassung an das Grundstück, die innovative Gliederung der Baukörper und eine gezielte Ausrichtung zeigt das Projekt, wie sich gemeinschaftlicher Wohnungsbau durch einen experimentellen Entwurfsansatz zu einem ortsbezogenen und sozial geprägten Wohnumfeld weiterentwickeln lässt.
Fotos © Steve Troes