Ressourcen schonen, Abfall reduzieren und den Energieverbrauch senken.
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Skinperium verfolgt einen konsequenten Zero-Waste-Ansatz über alle Phasen des Projekts hinweg. Durch einen effizienten Umgang mit Ressourcen und eine sorgfältige Planung konzentriert sich das Projekt darauf, den Materialeinsatz zu reduzieren, Abfälle zu minimieren und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu integrieren. So entsteht ein Raum, der funktionale Anforderungen mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen verbindet.
Gemeinsam mit Dr. Christine Dierickx entwickelte das Team von Beginn an eine klare Vision: einen Raum zu gestalten, der den Prinzipien von Zero Waste folgt. Nachhaltigkeit wurde dabei nicht allein als Recycling verstanden, sondern vor allem als grundlegende Reduktion des Verbrauchs endlicher Rohstoffe. Das Ziel war klar: Ressourcen schonen, den Energieverbrauch senken und Bauabfälle reduzieren.
Ausgangspunkt des Projekts war das Bewusstsein für die großen Abfallmengen, die auf Baustellen entstehen und bei denen häufig bis zu 30 % der eingesetzten Baumaterialien entsorgt werden. Die damit verbundenen Umweltauswirkungen und die Notwendigkeit nachhaltigerer Bauprozesse motivierten das Team dazu, einen konsequenten Zero-Waste-Ansatz zu entwickeln.
Zero-Waste-Methode
Das Team entwickelte eine umfassende Zero-Waste-Methode. Dazu gehörten eine präzise Materialplanung zur Vermeidung von Überschüssen, die Wiederverwendung von Materialien, wo immer dies möglich war, sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die sich ebenfalls zu nachhaltigen Praktiken verpflichteten. Sämtliche Materialien, von Verpackungen bis hin zu Einbauelementen, wurden erfasst und gezielt verwaltet, um Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Der Großteil der Materialien mit einem Gesamtgewicht von 30.427 Kilogramm wurde vollständig genutzt und auf die verschiedenen Bestandteile des Projekts verteilt.
Da der Rohbau bereits weitgehend fertiggestellt war, konzentrierten sich die Maßnahmen auf den Innenausbau. Jede Entscheidung folgte dabei dem Ziel, möglichst wenig Material einzusetzen, ohne Funktionalität oder gestalterische Qualität einzuschränken. Jedes Material wurde von der Beschaffung bis zum Ende seines Lebenszyklus betrachtet, um Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden.
Nachhaltige Strategien und Prozesse
Die täglich anfallenden Abfälle wurden erfasst, getrennt und dokumentiert. Das Projekt arbeitete ausschließlich mit Lieferanten und ausführenden Unternehmen zusammen, die bereits bei Produktion und Lieferung aktiv auf Abfallvermeidung achteten.
Auch die Materialoptimierung spielte eine zentrale Rolle. Bereits erprobte Lösungen wie Doppelböden wurden weiterentwickelt, um den Verschnitt bei der Montage zusätzlich zu reduzieren. Die Fertigung der Möbel wurde so geplant, dass möglichst keine Materialreste entstanden. Recyclingfähige Materialien wurden, wo immer möglich, wieder in Kreislaufprozesse zurückgeführt.
Ein entscheidender Faktor für die Umsetzung des Projekts war die gezielte Auswahl der Lieferanten und ausführenden Unternehmen. Ausschlaggebend war ihr Engagement für die Reduzierung von Abfällen. Dies galt auch für die Schreinerei, die für die Herstellung der Möbel verantwortlich war. Durch wiederverwendbare und auf ein Minimum reduzierte Verpackungen konnten sowohl bei der Fertigung als auch bei der Lieferung Abfälle vermieden werden.
Ein konsequentes Baustellenmanagement unterstützte diese Maßnahmen zusätzlich. Verpackungsmaterialien und andere Abfälle wurden täglich gesammelt, getrennt und der Wiederverwendung oder dem Recycling zugeführt. Dadurch blieb die Baustelle übersichtlich und der Fortschritt auf dem Weg zum angestrebten Zero-Waste-Ziel konnte kontinuierlich nachvollzogen werden.
Foto Cover © Steve Troes