Gymnasium am Schloss
Saarbrücken, Deutschland
Das Projekt Gymnasium am Schloss in Saarbrücken interpretiert ein historisches Schulgebäude durch eine sorgfältig geplante, schrittweise Sanierung und Erweiterung neu. Der Entwurf stärkt die Beziehung zwischen dem Bestand und den neuen baulichen Eingriffen und schafft so ein stimmiges Bildungsumfeld, das zugleich den denkmalgeschützten Kontext der Umgebung respektiert.
Ein klares architektonisches Konzept gliedert das Schulgebäude in drei Bauphasen und ermöglicht so eine schrittweise Weiterentwicklung des Standorts bei gleichzeitig uneingeschränktem Schulbetrieb. Der neue Haupteingang verbessert die Orientierung und Erschließung, während ein zentrales Foyer die Klassenräume, die Bibliothek, die Sporthalle, die Mensa und das Auditorium zu einer durchgängigen räumlichen Abfolge verbindet. Diese Anordnung stärkt die Klarheit und Vernetzung der einzelnen Bereiche und verbessert zugleich die räumliche Lesbarkeit der Schule.
Die Lernräume sind als offene und vernetzte Umgebungen konzipiert, die sowohl den formalen Unterricht als auch informelle Interaktion fördern. Das zentrale Foyer wird zu einem gemeinschaftlichen Treffpunkt für den täglichen Austausch und stärkt so das Gemeinschaftsgefühl sowie die Identität der Schule. Barrierefreiheit ist vollständig in das Konzept integriert, sodass alle Bereiche des Campus inklusiv genutzt werden können. Gleichzeitig erweitern großzügige Außenbereiche die Lernumgebung über das Gebäude hinaus und schaffen zusätzliche Räume für Bildung, Begegnung und Aufenthalt.
Die Material- und Konstruktionswahl leistet einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Leistungsfähigkeit des Projekts. Ein hybrides Bausystem aus Holz und Beton reduziert den CO₂-Fußabdruck, während begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen und Regenwasserrückhaltung die Biodiversität fördern und das nachhaltige Ressourcenmanagement vor Ort unterstützen. Das bestehende Gebäude wird durch eine Dachsanierung, den Einbau hochleistungsfähiger Fenster sowie eine Innendämmung energetisch aufgewertet, ohne seinen architektonischen Charakter zu beeinträchtigen. Passive Strategien wie natürliche Belüftung, Nachtkühlung und die Tageslichtoptimierung tragen zusätzlich zu einem hohen Nutzerkomfort und einer verbesserten Energieeffizienz bei.
Die Arbeit in einem historischen Umfeld erforderte eine sorgfältige Balance zwischen Erhalt und Transformation. Die Integration neuer Baukörper, die Verbesserung der Barrierefreiheit sowie die Umsetzung zeitgemäßer technischer Standards mussten erfolgen, ohne die Identität des Standorts zu beeinträchtigen.
Dieses Gleichgewicht wird durch eine klare und konsistente Architektursprache erreicht, die bestehende und neue Elemente miteinander verbindet. Die schrittweise Entwicklungsstrategie gewährleistet die kontinuierliche Nutzung des Schulstandorts, während nachhaltige Mobilität durch die Integration eines Fahrradkellers und eingebundener Stellplätze gefördert wird.
Das Projekt schafft ein zukunftsfähiges Schulgebäude, das Denkmalschutz, Funktionalität und Umweltverantwortung vereint und ein hochwertiges Umfeld für Schüler, Mitarbeiter und die gesamte Schulgemeinschaft bietet.
Projektdetails
Projektdetails
Ort
Saarbrücken, Deutschland
Wettbewerb
1. Preis im Wettbewerb
Status
In Entwicklung
Typologie
Gymnasium
Programm
44 Klassenzimmer, Sporthalle, Aula, Schulkantine, begrünte Dachterrasse
Architekt
Metaform
Mission
Objektplanung Leistungsphase 1-9
Leistungen
Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur
Mitwirkende
Tragwerksplaner
IBS Burger + Stolz GmbH
Gebäudetechnik
SHT Ingenieure / isuf GmbH
Landschaftsarchitekt
Gm013
Visualisierungen
Renderings
Metaform
Zeichnungen
Metaform
Veröffentlichungen
Vorgestellt im „Architecture Competition Annual 2025“