Schluechthaus
Luxemburg-Stadt, Luxemburg
Der Entwurf für das Schluechthaus entwickelt einen neuen urbanen Mittelpunkt, der die Identität des Ortes stärkt und gleichzeitig den neuen Stadtteil räumlich mit seinem Umfeld verknüpft. Aufbauend auf der Geschichte und Erinnerung des ehemaligen Schluechthauses bleibt der Charakter des Standorts erhalten und wird durch neue öffentliche Räume ergänzt. Kultur, Sport, Gewerbe und generationenübergreifende Angebote bilden gemeinsam ein vielfältiges Programm, das Innen- und Außenbereiche gleichermaßen belebt und unterschiedliche Nutzergruppen anspricht.
Der Entwurf basiert auf den Prinzipien der gemeinsamen Nutzung, Flexibilität und Modularität. Unterschiedliche Funktionen werden miteinander kombiniert und schaffen Raum für ein generationenübergreifendes Miteinander. Senioren, Familien, Studierende und Berufstätige teilen sich den Standort, dessen ausgewogene Mischung unterschiedlicher Nutzungen eine lebendige und dauerhaft aktive Umgebung entstehen lässt. Damit greift das Projekt sowohl die Ziele der Stadt Luxemburg als auch die Geschichte des Ortes auf und entwickelt ihn zu einem neuen Zentrum für Kultur, Sport, Gewerbe und gesellschaftlichen Austausch weiter.
Im Mittelpunkt steht ein öffentlicher Raum, der Begegnung und gemeinschaftliches Leben fördert. Flexible und einladende Freiräume schaffen Orte für den alltäglichen Aufenthalt ebenso wie für Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten. Die sorgfältige Anordnung der Innen- und Außenbereiche ermöglicht vielfältige Nutzungen und schafft Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen.
Nachhaltigkeit entsteht aus dem engen Zusammenspiel von Landschaft und Architektur. Entlang des Waldrands bildet ein Grünraum mit vielfältigen Freiraumangeboten den Übergang zur Natur. Auf der Nordseite werden die begehbaren Dächer der Sporthalle zu Aussichtsterrassen mit Gemeinschaftsgärten und multifunktionalen Rasenflächen, die weite Blicke über die Stadt eröffnen. Im Süden ergänzt ein in den Waldrand eingebetteter Skatepark das Freizeitangebot und schafft einen lebendigen Treffpunkt für die Nachbarschaft.
Der Entwurf reagiert auf die Herausforderung, einen geschichtsträchtigen Ort weiterzuentwickeln und zugleich den Anforderungen eines vielfältigen Stadtviertels gerecht zu werden. Flexible Räume ermöglichen eine langfristige Anpassung an neue Nutzungen und unterstützen Aktivitäten zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten.
Diese Strategie spiegelt sich in der Gestaltung der Freiräume wider. Der Waldrand wird zu einem Ort für Aufenthalt und Bewegung, die Dachlandschaft verwandelt sich in gemeinschaftlich nutzbare Terrassen und produktive Gärten, während zwei neue Stadtplätze das urbane Zentrum bilden und Raum für Veranstaltungen sowie temporäre Nutzungen schaffen. So entsteht ein vielschichtiges Ensemble, das die Rolle des Schluechthauses als lebendigen und inklusiven Mittelpunkt des Quartiers stärkt.
Das Projekt verbindet Geschichte, Stadtentwicklung und gemeinschaftliches Leben zu einem Ort, der neue kulturelle, soziale und freizeitbezogene Angebote schafft. Durch die ausgewogene Verbindung von Bestand, Landschaft und öffentlichem Raum entwickelt sich das Schluechthaus zu einem identitätsstiftenden Ort, der den neuen Stadtteil nachhaltig prägt.
Projektdetails
Projektdetails
Ort
Luxemburg-Stadt, Luxemburg
Wettbewerb
3. Preis im europäischen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit MVRDV
Status
Wettbewerbsphase
Typologie
Städtebau, Kultur, Umnutzung, Landschaftsarchitektur, Sportarchitektur
Programm
Innen- und Außenbereiche, öffentliche Räume, Stadtplätze, Landschaftsbereiche, Aussichtsterrassen, Skatepark
Architekt
Metaform in Zusammenarbeit mit MVRDV
Mission
Umfassende Architektenleistung
Leistungen
Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau
Mitwirkende
Kulturingenieur
Kanju
Umweltingenieur
Ramboll
Landschaftsarchitekt
Open Fabric
Visualisierungen
Renderings
Vivid
Zeichnung
Metaform