The Sports Factory – Multisportzentrum
Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Das Projekt basiert auf dem Leitgedanken „Sport für alle“. Entstanden ist ein offenes und vernetztes Sportzentrum, das den Austausch zwischen Nutzern, unterschiedlichen Aktivitäten und seiner Umgebung fördert. Anstelle geschlossener Baukörper entstehen großzügige und gut zugängliche Sportbereiche, in denen visuelle und räumliche Bezüge zwischen den verschiedenen Nutzungen das Gesamterlebnis prägen.
Die Erschließung bildet das zentrale Element des Entwurfs. Eine großzügige innere Erschließungsachse verbindet die unterschiedlichen Bereiche und fügt Bestand und Neubau zu einem zusammenhängenden Ganzen. Von hier aus werden sowohl der Vorplatz als auch die Tiefgarage erschlossen. Großzügige Öffnungen zu den Sporthallen schaffen direkte Sichtbeziehungen zwischen Sporttreibenden und Besucherinnen und Besuchern. Entlang dieser Achse sind Verwaltung, Fitnessbereiche und Sportbar angeordnet und ermöglichen eine klare Orientierung innerhalb des Gebäudes.
Das Gebäude reagiert sensibel auf seinen städtebaulichen Kontext zwischen Gymnasium und den angrenzenden Wohngebieten. Die Baukörper sind so gegliedert, dass ihre Wirkung im Stadtraum reduziert und an den Maßstab der Umgebung angepasst wird. Der Dojo-Bereich bleibt bewusst niedrig, um Tageslicht und Ausblicke für die benachbarten Unterrichtsräume zu erhalten. Gleichzeitig gliedert die volumetrische Gestaltung den Gebäudekomplex in klar ablesbare Einzelvolumen.
Die Außenanlagen erweitern das Projekt in den Stadtraum. Ein neuer Platz bildet den zentralen Treffpunkt zwischen Schule und Sportzentrum. Er bietet Raum für Begegnung, Spiel und Erholung und stärkt den Austausch zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen. Nutzungen wie Fitnessbereich, Kletterwand und Sportbar stehen in direkter visueller und räumlicher Beziehung zu diesem Platz und beleben ihn zusätzlich.
Der Entwurf legt besonderen Wert auf Zugänglichkeit und eine vielfältige Nutzung im Alltag. Die offene Organisation ermöglicht kurze Wege und fließende Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen. Gleichzeitig machen die sichtbaren Aktivitäten das Gebäude lebendig und fördern Teilhabe sowie Identifikation. Die als begrünte Bewegungslandschaft gestaltete Dachfläche schafft zusätzliche Aufenthalts- und Freizeitbereiche und erweitert das Sportangebot über das Gebäude hinaus.
Um den Außenraum dem Fußverkehr und dem öffentlichen Leben vorzubehalten, wurde das Parken vollständig in die Tiefgarage verlegt. Dadurch wird die Organisation des Areals vereinfacht, die Erschließung klar strukturiert und die Qualität der Freiräume deutlich gesteigert.
So entsteht ein klar gegliedertes Sportzentrum, das vielfältige Nutzungen ermöglicht, Begegnung und Austausch fördert und sich selbstverständlich in seinen städtebaulichen Kontext einfügt.
Projektdetails
Projektdetails
Ort
Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Wettbewerb
3. Preis in einem internationalen Wettbewerb
Status
Wettbewerbsphase
Typologie
Mehrzwecksportzentrum
Programm
Sporthalle, Tiefgarage, Verwaltung, Fitnessbereiche, Sportbar, Außenanlagen
Architekt
Metaform
Mission
Umfassende Architektenleistung
Leistungen
Architektur, Städtebau
Visualisierungen
Renderings
Vize
Zeichnungen
Metaform