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Luxemburg-Stadt, Luxemburg
Der neue Hauptsitz von Paul Wurth in Hollerich entwickelt das industrielle Erbe eines der führenden Luxemburger Ingenieurunternehmen weiter und verbindet es mit einer zeitgemäßen städtebaulichen Idee. Nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, umfasst das Projekt die Neugestaltung einer 1,7 Hektar großen Fläche. Bestehende und neue Gebäude werden zu einem gemeinsamen Standort zusammengeführt und stärker mit dem umliegenden Stadtviertel verknüpft.
Eine klare städtebauliche Struktur verbindet Neubauten mit der behutsamen Weiterentwicklung bestehender Gebäude. Im Zentrum des Standorts liegt ein öffentlicher Platz, der als offener Innenhof die Durchlässigkeit des Geländes verbessert und neue Fußwege schafft. Der Platz öffnet sich zu den angrenzenden Fassaden und wird von Terrassen gegliedert, die dem natürlichen Geländeverlauf folgen und unterschiedliche Bereiche zum Sitzen und Verweilen bieten.
Besonderes Augenmerk gilt der öffentlichen Zugänglichkeit und der gemeinsamen Nutzung. Einrichtungen wie Parkplätze, Auditorium und frei zugängliche Bereiche können auch außerhalb der Bürozeiten genutzt werden und machen den Hauptsitz zu einem Teil des öffentlichen Lebens. Der zentrale Platz wird zum Treffpunkt für Mitarbeiter und Anwohner und schafft Raum für Begegnungen zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen und Generationen.
Den architektonischen Mittelpunkt bildet ein elfgeschossiger Turm an der südöstlichen Ecke des Hauptsitzes. Sein Baukörper gliedert sich in drei Bereiche, die auf unterschiedliche Maßstäbe der Umgebung reagieren. Ein niedriger Sockel mit Gewerbeflächen belebt die Fußgängerebene, während die mittleren Geschosse die Maßstäblichkeit der Straße aufnehmen. Die oberen Ebenen öffnen sich zu weiter gefassten Ausblicken und werden durch zugängliche Terrassen ergänzt. So entsteht eine abgestufte Beziehung zwischen Gebäude, Straße und Stadt.
Auch die bestehenden Gebäude werden in das neue Konzept integriert. Die denkmalgeschützte Halle wird saniert und künftig ein Restaurant sowie einen Start-up-Inkubator aufnehmen. Neue Hallen greifen ihre Proportionen und architektonische Sprache auf und ergänzen den Standort um ein Auditorium, Boutiquen und Gewerbeflächen. So entsteht trotz unterschiedlicher Gebäude ein stimmiges Gesamtbild mit einem vielfältigen Nutzungsangebot.
Die Herausforderung bestand darin, die klassische Typologie eines Hauptsitzes in einem dicht bebauten städtischen Umfeld neu zu denken. Unternehmensnutzungen mit öffentlicher Zugänglichkeit zu verbinden und gleichzeitig historische Bausubstanz mit neuen Gebäuden zusammenzuführen, prägte den Entwurf.
Dieses Konzept wird durch eine durchlässige und gemischt genutzte Struktur umgesetzt, die den Campus mit seiner Umgebung verbindet und über den gesamten Tag hinweg belebt. So entsteht ein Hauptsitz, der am städtischen Leben teilnimmt und gleichzeitig eine flexible und zeitgemäße Arbeitsumgebung bietet.
Luxemburg-Stadt, Luxemburg
1. Preis im Wettbewerb
In Entwicklung
Hauptsitz, Mischnutzung: Büro- und Gewerbeflächen
Büros, Landschaftsarchitektur, Parkplätze, Auditorium, öffentliche Bereiche, Terrassen, Geschäfte
Metaform
Umfassende Architektenleistung
Architektur, Städtebau
Schroeder & Associés
Paul Wurth Geprolux
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