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Im Zentrum des Helix, dem Hauptsitz von Post Luxembourg, erhebt sich eine monumentale Wendeltreppe über mehrere Geschosse und prägt den großzügigen Luftraum des Atriums. Das Gebäude wurde mit dem Ziel entworfen, die Organisationsstruktur von Post räumlich abzubilden. Statt Hierarchien vertikal abzubilden, verbindet das architektonische Konzept die verschiedenen Abteilungen horizontal über ein lichtdurchflutetes Atrium, das sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt.
Das Atrium bildet den räumlichen Mittelpunkt des Gebäudes und bietet der skulpturalen Treppe ihren Auftritt. Gleichzeitig fördert es Begegnung, Austausch und Kommunikation und stärkt den offenen Charakter der Arbeitswelt.
„Die Idee hinter der räumlichen Organisation war es nicht, die Hierarchie über den Mitarbeitenden anzuordnen, sondern sie in das Zentrum des Systems zu stellen.“
Diese Haltung findet ihren architektonischen Ausdruck in einer 30 Meter hohen Stahltreppe, die das rund 200 m² große Atrium prägt. Sie dient nicht nur der Erschließung, sondern verbindet die verschiedenen Ebenen des Gebäudes auch räumlich und sozial.
Bereits in den frühen Entwurfsphasen war vorgesehen, die Treppe als zylindrische Konstruktion auszubilden, die sich vom Erdgeschoss bis in die oberen Geschosse erhebt. Große Teile der Konstruktion kragen frei aus und werden nur an ausgewählten Podesten getragen. Um diese filigrane Erscheinung mit den statischen Anforderungen in Einklang zu bringen, waren umfangreiche Tragwerksberechnungen erforderlich.
Die Tragwerksplanung und ingenieurtechnische Entwicklung übernahm Ney & Partners. Neben der Dimensionierung der Konstruktion entwickelten die Ingenieure das Tragkonzept und überprüften die Stabilität der auskragenden Bereiche. Eine wesentliche Entscheidung betraf die Fertigung der zylindrischen Außenhaut. Anstelle gekanteter Stahlbleche kamen gebogene Stahlplatten zum Einsatz, um die klare Form der Treppe zu erhalten und sichtbare Schweißnähte auf ein Minimum zu reduzieren. Die Umsetzung erforderte ein hohes Maß an handwerklicher Präzision und technischem Know-how.
Nach einem europaweiten Auswahlverfahren wurde die Treppe von MetallArt Treppen in Deutschland gefertigt. Auf Grundlage der statischen Berechnungen entwickelte das Unternehmen die Ausführungsplanung und fertigte die Konstruktion in mehreren transportfähigen Segmenten vor. Diese wurden auf der Baustelle mithilfe von Kränen und temporären Hilfskonstruktionen von oben in das Atrium eingebracht und montiert.
Die vollständig aus Stahl gefertigte Konstruktion zeigt die Leistungsfähigkeit des Materials eindrucksvoll. Trotz ihrer Höhe, der zylindrischen Geometrie und der auskragenden Bereiche bleibt die Treppe im Betrieb vollkommen stabil und weist selbst unter Belastung keine wahrnehmbaren Schwingungen auf. Da sie sich vollständig innerhalb der Gebäudehülle befindet, spielten Windlasten bei der Planung keine Rolle. Im Mittelpunkt standen vielmehr die Einhaltung der statischen Anforderungen sowie des Brandschutzes.
Heute prägt die Wendeltreppe das räumliche Erlebnis des Helix-Atriums. Sie lenkt den Blick unmittelbar nach oben und verleiht dem Innenraum eine starke Identität. Gleichzeitig verkörpert sie den offenen und vernetzten Arbeitsansatz von Post Luxembourg und zeigt, wie sich organisatorische Werte in Architektur übersetzen lassen.
Horizontales Cover Foto © Steve Troes | Fotos © Simon Menges & Nino Tugushi
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