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Mit den DGNB-Zertifizierungen Platin und Diamant erfüllt das Projekt höchste Anforderungen an nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen. Das Gebäude erreicht die Energieeffizienzklasse A sowie die Wärmedämmklasse A und weist einen Gesamtenergieverbrauch von 118,9 kWh/m² pro Jahr auf.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts war die Wiederverwendung der bestehenden Fundamente und Untergeschosse. Dadurch konnten große Mengen an Beton und Baumaterial eingespart sowie zahlreiche LKW-Fahrten im dicht bebauten Bahnhofsviertel vermieden werden. Allein durch den Erhalt des Bestands und die Nutzung der vorhandenen Untergeschosse wurden mehr als 8.600 m³ Beton eingespart. Insgesamt konnten so rund 2.600 Tonnen gebundene CO₂-Emissionen vermieden werden, die bei einem Abriss und Neubau entstanden wären.
Auch bei der Materialwahl lag der Fokus auf regionalen und europäischen Produkten, dem Erhalt des Bestands sowie der Förderung lokaler Handwerksbetriebe. Sämtliche Materialien wurden sorgfältig erfasst, bewertet und hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit geprüft.
Die Tragstruktur besteht aus Stahlbeton, der aufgrund seiner Robustheit und Langlebigkeit für Fundamente, Wände, Decken und Dach eingesetzt wurde.
Ein zentrales Element des Energiekonzepts ist der Eisspeicher im vierten Untergeschoss. Mit einem Volumen von 2.736 m³, verteilt auf fünf miteinander verbundene Kammern mit insgesamt 2.133 m³ Wasser, zählt er zu den größten Anlagen dieser Art in der Großregion. Mehrere Kilometer spiralförmig verlegte Rohrleitungen ermöglichen den Energieaustausch zwischen Wasser und Wärmepumpen. Reicht die Abwärme der IT-Anlagen im Winter nicht aus, entziehen die Wärmepumpen dem Speicher Energie. Dabei gefriert das Wasser schrittweise und setzt zusätzliche Energie frei. Im Sommer dient der Eisspeicher als natürliche Kältequelle und unterstützt die Klimatisierung des Gebäudes. Anlagen dieser Art existieren bereits in kleinerem Maßstab in Luxemburg, etwa in Einfamilienhäusern. Das System im Helix setzt jedoch hinsichtlich seiner Größe und Leistungsfähigkeit neue Maßstäbe in der Großregion.
„Am Ende werden wir ein Gebäude mit einer Nettogrundfläche von 27.700 m² ohne direkte CO₂-Emissionen betreiben.“
Das Gebäude nutzt verschiedene Energiequellen. Auf dem Dach erzeugen PVT-Module mit einer Leistung von 82 kWp gleichzeitig Strom und thermische Energie. Luftkühler gewinnen zusätzliche Energie bei Außentemperaturen über 5 Grad. Weitere Energie stammt aus dem Austausch zwischen Eisspeicher, Erdreich sowie der Abwärme der Rechenzentren im Helix-Gebäude und im benachbarten Telekommunikationszentrum CT.
Das Zusammenspiel aus Solarmodulen, Eisspeicher und Wärmepumpen ermöglicht ein besonders effizientes Heiz- und Kühlsystem, das ohne fossile Energieträger auskommt. Die Wärme- und Kälteverteilung erfolgt über thermisch aktive Decken mit integrierten Rohrleitungen.
Regenwasser wird von den Dachflächen gesammelt und in einem 270 m³ fassenden Speicher im fünften Untergeschoss gespeichert. Von dort wird es bis in das dritte Obergeschoss zu Toiletten und Urinalen gepumpt und außerdem für die Bewässerung der Terrassen sowie des Atriums genutzt. Ergänzt wird das Energiekonzept durch weitere Maßnahmen wie Nachtauskühlung und ein automatisiertes Lichtmanagement.
Das Projekt zeigt, wie sich Bestandserhalt, innovative Gebäudetechnik und ressourcenschonendes Bauen zu einem ganzheitlichen Konzept verbinden lassen.
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